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Perspektive

Transparenz statt Verbote

Transparency Concept Visualization

Warum pauschale KI-Verbote kontraproduktiv sind und wie Transparenz-Protokolle eine bessere Alternative bieten.

15. Januar 2026 · 5 Minuten Lesezeit

Verbote funktionieren nicht – zumindest nicht langfristig in einer Welt, in der KI allgegenwärtig ist. Wer KI an Schulen verbietet, fördert vor allem eines: Heimlichkeit.

Das Katz-und-Maus-Spiel beenden

Wenn Schülerinnen und Schüler KI nutzen, aber nicht dürfen, lernen sie vor allem, wie man Spuren verwischt. Sie lernen nicht, wie man das Werkzeug kritisch und produktiv einsetzt. Statt Detektiv zu spielen ("Ist das von ChatGPT geschrieben?"), sollten wir Transparenz einfordern.

Kultur der Ehrlichkeit

Ein Transparenz-Protokoll (siehe Downloads) erlaubt die Nutzung, fordert aber Rechenschaft. Schüler müssen deklarieren:

  • Welches Tool wurde genutzt?
  • Für welchen Arbeitsschritt (Ideenfindung, Struktur, Formulierung)?
  • Was wurde verändert/überprüft?

Das verlagert den Fokus: Nicht "Hast du geschummelt?", sondern "Wie hast du gearbeitet?".

Axiom 4: Transparenz ist Pflicht

In unserem Modell ist dies eines der neun Axiome. Ohne Transparenz keine Bewertung. Wer nicht offenlegt, dass er KI genutzt hat, täuscht – nicht wegen der Nutzung an sich, sondern wegen der Verschleierung.


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